Bewegendes

Wenn ein Kind an Krebs erkrankt oder unter einer Herzerkrankung leidet, wirkt sich die Krankheit nicht nur auf den jungen Patienten selbst, sondern auch auf seine Eltern und Geschwister sehr einschneidend aus und bringt oft die gesamte Familiendynamik durcheinander. Um Ihnen einen besseren Eindruck davon zu vermitteln, was eine Reha auf der Katharinenhöhe für die Patienten und deren Familien bedeutet, möchten wir Ihnen hier ein paar von ihnen genauer vorstellen.

Marco

Kurz nach seinem 13. Geburtstag verspürt Marco immer wieder Schmerzen im Bein, die er und seine Eltern aber zunächst nicht ernst nehmen, da er als leidenschaftlicher Fußballer und Mountainbikefahrer öfter kleinere Blessuren davonträgt. Als die Schmerzen jedoch schlimmer werden, entscheiden die Eltern sich doch, mit ihm zum Arzt zu gehen. Anhand einer Biopsie stellt dieser eine niederschmetternde Diagnose: Knochenkrebs. Marco muss sofort operiert werden, eine Amputation seines Beines lässt sich nicht mehr vermeiden. Der Junge ist am Boden zerstört und hat das Gefühl, sein Leben sei vorbei – die Karriere als Profisportler, von der er immer geträumt hat, ist für ihn unerreichbar geworden. Als er auf die Katharinenhöhe kommt, hat der einst so lebendige, aktive Marco all seine Lebenslust verloren. Erst hier fasst er durch die Therapie und das Zusammensein mit anderen Kindern, die einen ähnlichen Schicksalsschlag erlitten haben, neuen Lebensmut. Er erkennt, was er trotz der Amputation alles kann, schöpft wieder Kraft, findet neue Freunde und hat schon bald neue Ziele, die er in seinem Leben unbedingt verwirklichen möchte. Und als er immer besser mit der Prothese zurechtkommt, steht fest: ein toller Fußballer ist er immer noch.

Lisa

Als Familie Schulze die Diagnose erhält, ihre jüngste Tochter Lisa sei mit einem Herzfehler geboren worden, bricht eine Welt für sie zusammen. Lisas langer Krankenhausaufenthalt ist eine Kraftprobe für die gesamte Familie, und Frau Schulze, die die meiste Zeit bei Lisa im Krankenhaus verbringt, hat das Gefühl, ihre beiden älteren Kinder zu vernachlässigen. Mit Lisas Diagnose rückte alles andere in den Hintergrund, und Frau Schulze stellte vor allem sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse ganz hinten an. Auch nach der langen Zeit im Krankenhaus kümmert sie sich mit all ihrer Kraft und beinahe bis zur vollkommenen Selbstaufgabe um die Tochter. Während der Reha auf der Katharinenhöhe lernt sie, Lisa ein Stück weit loszulassen, weil sie sieht, dass die Kleine auch bei anderen gut aufgehoben ist und viel Freude beim Spielen mit anderen Kindern hat. Frau Schulze genießt es, wieder mehr Zeit nur für sich zu haben und findet Gefallen an einem neuen Hobby, der Seidenmalerei. Da die Familie finanziell eher schwach aufgestellt ist, schenkt die Katharinenhöhe Frau Schulze zum Abschied ein eigenes Seidenmalerei-Set für zuhause, das durch Spendengelder angeschafft werden konnte. Frau Schulze freut sich sehr darüber und verspricht, das nächste ihrer Werke als Dankeschön an die Katharinenhöhe zu schicken.

Eva und Anne

Evas jüngere Schwester Anne hat Krebs. Seit über einem Jahr kämpft sie gegen ihre Krankheit. In der Familie dreht sich alles nur noch um Anne. Eva fühlt sich von ihren Eltern vernachlässigt und hat oft das Gefühl, für sie unsichtbar geworden zu sein. Da sie fünf Jahre älter ist als ihre Schwester, bereits in die dritte Klasse geht und vieles schon alleine kann, erwarten ihre Eltern, dass Eva Verständnis für die Situation der Familie zeigt. Eva zieht sich dadurch immer mehr in sich selbst zurück, zeigt Verhaltensauffälligkeiten und beginnt, einzunässen. Die gesamte Familie reist zur Reha auf die Katharinenhöhe. Erst durch die Therapiearbeit wird den Eltern klar, dass sie Eva vollkommen überfordert und vernachlässigt haben. Auf der Katharinenhöhe hat Eva Mama und Papa endlich auch mal wieder mehrere Stunden ganz für sich alleine – das Einnässen ist schon bald kein Thema mehr. Die Eltern erkennen, dass sie Eva auch zuhause wieder aktiv ins Familienleben einbinden und auch ihre Bedürfnisse in Zukunft wieder mit berücksichtigen müssen.

Unser Kathrinchen

Nach und nach erfahren Sie mehr von unserem Kathrinchen.
Sie wird Sie in Zukunft durch die Klinik leiten.

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